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Bildleiste der Förderschule HuK Essen

Frühförderung

1. Wie kommt ein Kind in die Frühförderung unserer Schule?

Die Eltern melden ihr Kind nach Hinweis durch Kliniken, Ärzte, Akustiker und andere Kontakte bei der Schulleitung an.

Ablauf nach der Anmeldung

  • Die Familie wird in die Pädaudiologische Beratungsstelle der Schule eingeladen.
  • Dort wird den Eltern die Einrichtung, die Rahmenbedingungen der Frühförderung, die mögliche Laufbahn der Kinder und weitere Angebote vorgestellt.
  • Die Frühförderer nehmen Kontakt mit der Familie auf.

2. Wer wird gefördert?

In der Frühförderung an der LVR-David-Ludwig-Bloch-Schule in Essen werden sowohl Kinder im Alter von 0-3 Jahren zu Hause oder in einer Kindertagesstätte betreut, dies wird Früherziehung genannt, als auch Kinder im Alter von 3-6 Jahren in Regelkindergärten oder zu Hause oder im Förderschulkindergarten der Schule betreut, dies wird Ambulante Maßnahme genannt.
Es sind Kinder mit Hörschädigungen unterschiedlicher Ausprägungen von leichtgradig über mittelgradig, hochgradig, an Taubheit grenzend bis hin zur Gehörlosigkeit.
Es gibt unterschiedliche Arten von Hörschädigungen: Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeiten oder einer Kombination von beidem. Kinder mit diesen Hörschädigungen werden von uns gefördert.
Jedoch Kinder mit zentral auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen (AVWS) werden in der Frühförderung derzeit nicht berücksichtigt, da sie in dem frühen Alter noch nicht sicher diagnostiziert werden können.
Kinder mit zusätzlichen Behinderungen werden auch im Rahmen der Frühförderung betreut, um dann mit den Eltern den geeigneten Förderort (Kindergarten, Schule) für ihr Kind zu finden.

3. Wie wird gefördert?

Die Förderung beinhaltet vielfältige Aufgaben, die sich grob in zwei Teilbereiche aufteilen lassen: Beratung und individuelle Förderung.

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Beratung

  • Aufklärung über die Hörschädigung (Aufbau des Ohres, Art und Ausprägung der Hörschädigung, Hilfestellung beim Verstehen von Arztberichten, Audiogrammen...)
  • Informationen zu technischen Hörhilfen (Hörgerät, CI, FM-Anlage)
  • Informationen zum Schwerbehindertenausweis und Gehörlosengeld
  • Unterstützung der Eltern bei der Kontrolle der Hörtechnik und Optimierung der Einstellung in Zusammenarbeit mit dem Akustiker gegebenenfalls Kontakte zu Ärzten, Akustikern und anderen Therapeuten
  • Vorbereitung und Durchführung von Kontaktveranstaltungen für Familien mit ihren hörgeschädigten Kindern, wie Mini-Club, Frühfördertage, Frühförderwochenenden und Selbsthilfegruppen
  • Vermittlung von Hospitationen im Förderschulkindergarten der Schule für Hören und Kommunikation
  • Anregungen zu hörgeschädigtenspezifischen Lernsituationen
  • Fortlaufende entwicklungsbegleitende Diagnostik ganz besonders in den Bereichen Hören, Sprechen, Sprache, Kommunikation, Grob- und Feinmotorik und Kognition verbunden mit Vorschlägen, Ideen und Anregungen für eine ganzheitliche Förderung des Kindes, die in Absprache mit den Eltern eingeführt und eingeübt wird (Berichte, Förderpläne, Diagnostikbögen, Tests)
  • Schullaufbahnberatung (Gemeinsamer Unterricht in der Regelschule oder Unterricht an einer Förderschule)
  • Beratung bei der Wahl des Kindergartens

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Individuelle Förderung

  • In den Bereichen: Hören, Sprechen, Sprache, Kommunikation und Kognition gemäß den Lernvoraussetzungen des Kindes
  • Zur Optimierung der technischen Hörhilfen wird das „Konditionieren" eingeübt.
  • Die Frühförderung findet gemeinsam mit den Eltern bzw. einem Elternteil oder einer Bezugsperson statt oder in Absprache und nach Beratung mit den Erziehern auch im Regelkindergarten.
  • Unter Einsatz von Handzeichensystemen wie LUG (Lautsprachunterstützende Gebärde), LBG (Lautsprachbegleitende Gebärde) oder DGS (Deutsche Gebärdensprache), PMS (Phonetisches Manualsystem) und GUK-Gebärden (Gebärdenunterstützte Kommunikation) werden verwendet wenn nötig oder gewünscht.
  • Je nach Alter des Kindes und der persönlichen Situation der Familie verschiebt sich der Anteil der individuellen Förderung mehr in Richtung Beratung oder umgekehrt.
  • Bei der Förderung von Babys liegt sicher der Schwerpunkt mehr auf der Beratung, da die enge Beziehung und die Kommunikation zwischen Mutter, Vater oder enger Bezugsperson und dem Kind im Vordergrund steht.
  • Bei der Förderung von älteren Kindern, die schon länger in der Frühförderung sind, tritt der Anteil der Beratung mehr in den Hintergrund und die individuelle Förderung wird anteilsmäßig mehr. Die Eltern lernen im Rahmen der Frühförderung ihre Kinder in unterschiedlichen Hörsituationen zu beobachten und für ihr Kind geeignete Lernsituationen herzustellen.

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